Kastanies    Mai 2008
Kastanies Mai 2008

 

Enormer Anstieg der Kinderarmut in Griechenland

21. November 2017

In Griechenland waren 2016 weit über ein Drittel der Kinder und Jugendlichen von Armut und gesellschaftlicher Exklusion bedroht.

Gemäß den am 20 November 2017 von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) veröffentlichten

Angaben sind in Griechenland 37,5% der bis zu 17 Jahre alten Kinder und Jugendlichen von Armut oder sozialer Ausgrenzug bedroht.

Griechenland befindet sichdamit in der Eurozone auf dem ersten Platz, da auf EU-Ebene nur Rumänien(49,2%) und Bulgarien (45,6%) noch größere Quoten verzeichnen.Griechenland hat die höchsteKinderarmuts-Quote in der EurozoneZusätzlich verzeichnete Griechenland den Eurostat-Angaben zufolge zwischen 2010 und 2016 den größten Anstieg des Anteils der Kinder, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohtsind. Spezieller stieg in den Jahren der Krise dieser Anteil um 8,8%, sprich von 28,7% auf 37,5% an. Es folgen Zypern (+7,8 Prozentpunkte), Schweden (+5,4%) und Italien (+1,1%). Insgesamt waren 2016 in der EU

24,8 Millionen Kinder bzw. 26,4% der Bevölkerung im Alter von unter 18 Jahre von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieniedrigsten Quoten werden in Dänemark (13,8%), Finnland (14,7%) und Slowenien (14,9%) verzeichnet.

Im Verhältnis zu 2010 wurde in der EU insgesamt ein Rückgang dieser Quote um 1,1% (von 27,5% im Jahr 2010 auf 26,4% im Jahr2016) verzeichnet, da bei der großen Mehrheit der Länder Minderungen beobachtet wurden. Der größte Rückgang wurde mit 17,5% in Lettland (von 42,2% im Jahr 2010 auf 24,7% im Jahr 2016) verzeichnet. Signifikante

Minderungen wurden ebenfalls in Polen (-6,6%), Irland (-5,3% zwischen 2010 und 2016), Ungarn (-5,1%) Bulgarien (-4,2%) und Litauen (-3,4%) verzeichnet. Die von Armut und sozialerAusgrenzung bedrohten Kinder sind jene, die in Haushalten mit wenigstens einer der nachstehenden Voraussetzungen leben: die trotz der sozialen Beihilfen armutsgefährdet sind, die ernsthaften materiellen Entbehrungen begegnen oder die eine sehr niedrige Beschäftigungsintensität haben.

(Quelle: dikaiologitika.gr,

Autor: Giorgos Antonopoulos)